Hans Ardüser – Chronist, Schulmeister und Maler
... gestaltete auch die Fassade unseres «Ardüserhaus» in Scharans

Zwei Jobs unter einen Hut bringen, Teilzeit arbeiten, mehrere Wohnorte haben – klingt modern. Hans Ardüser tat es im 17. Jahrhundert. Wer sich heute inspirieren lassen will vom faszinierenden Leben dieses Menschen – im Sommer Kunst am Bau, im Winter Schulmeister mit Bezahlung pro SchülerIn –, ist hier richtig. Walter Müller erforscht das Leben von Hans Ardüser und fotographiert seine Kunstwerke. Er publiziert die Ergebnisse nicht nur fortlaufend, sondern sorgt auch für Veranstaltungen: Anlässe, die Gelegenheit bieten, von ihm und von anderen Expertinnen persönlich wahre Geschichten zu hören; Forschungsergebnisse, die noch nicht gedruckt sind; Anlässe, die Gelegenheit bieten andere Menschen kennen zu lernen, die sich für diesen besonderen Menschen interessieren.
Hier finden Sie, alle Veröffentlichungen von Walter Müller und ebenso einige Hinweise auf das, was noch kommt.

Veröffentlichungen

Hans Ardüser – der Bündner Wandermaler
Dieses aufwendige Fotobuch illustriert die meisten der heute Hans Ardüser zugeschrieben Werke. Es erlaubt Einblick, welche dem normalen Kunstfreund verwehrt sind: Ritterstube im Schloss Rhäzüns, Wohnzimmer imHaus Capol in Andeer sowie Wohnzimmer im Schlösschen Parpan.
Preis: 88.- Fr.
 
Der Wandermaler Hans Ardüser – Heft 1: Domleschg und Schams
Nicht weniger als drei Hauptwerke Ardüsers befinden sich am Hinterrhein, zwei davon allerdings in Privatbesitz und darum nicht für die Öffentlichkeit zugänglich: Schloss Rhäzüns und Haus Capol in Andeer. Die grösste Arbeit findet man in der katholischen Kirche von Tomils, wo der Wandermaler eine Art Armenbibel hinterlassen hat, die das Leben Jesu bis zur Kreuzigung, zur Auferstehung und im letzten Grossbild bis zum Jüngsten Gericht schildert. Ein Zeichen der religiösen Toleranz im Kanton Graubünden.
Preis: 10.- Fr.
 
Der Wandermaler Hans Ardüser – Heft 2: Lugnez und Surselva
ugnez und Surselva sind besonders reich an Zeugnissen des Wandermalers. Aussergewöhnlich ist vor allem die Ausschmückung der katholischen Kapelle in Vella. Ein weiteres Beispiel der religiösen Toleranz im 16. Jahrhundert.
Preis: 10.- Fr.
 
Der Wandermaler Hans Ardüser – Heft 3: Lenzerheide und Albulatal
Ein in Privatbesitz befindliches Bijou befindet sich in Parpan, wo eine ganze Wohnstube reich ausgemalt wurde. In Lantsch/Lenz fällt das Wohnhaus der Schwiegereltern ins Auge, weil ein längerer Fassadenspruch teilweise rekonstruiert werden konnte, welcher das 51. von Ardüser geschmückte und signierte Haus erwähnt.
Preis: 10.- Fr.
 
Die neue Ardüser-Biografie
Eine spezielle Biografie über den Maler Hans Ardüser gab es bis heute nicht. Zwar haben die meisten Buchverfasser jeweils einen kurzen Lebenslauf integriert, doch ist es erst nach Vorliegen der Trilogie über das Gesamtwerk Ardüsers möglich, entsprechende Illustrationen einzuplanen. Mit den vielen Originalzitaten aus der Selbstbiografie erhält man nun ein farbiges Bild vom Leben dieses Mannes. Was man hingegen vermutlich nie herausfinden wird, ist der Ort und das Datum seines Todes vor rund 400 Jahren.
Preis: 10.- Fr.
 
Der Waltensburger Meister – Der Rhäzünser Meister
Bis jetzt existierte keine Übersicht über die Werke, welche der unbekannte Meister von Waltensburg hinterlassen hat. Vom gleichzeitig aktiven Rhäzünser Meister aus der Mitte des 14. Jahrhunderts ist sogar die Existenz umstritten. Ein Besuch ist auf alle Fälle lohnenswert.
Preis: 10.- Fr.
 

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Was kommt als nächstes?

Seit Jahren bin ich fasziniert von der kulturellen Vielfalt des Kantons Graubünden und setze, dank der Pensionierung, meine neu gewonnene Freizeit für die kunsthistorischen Streifzüge durch die Bündner Täler ein. Die Ardüser-Hefte werden bis Frühjahr 2017 mit einer illustrierten Biografie des Malers fertiggestellt. Aus der Zeit der Spätgotik existieren bereits folgende Werke:

Altäre aus der Memminger Werkstatt des Ivo Strigel
Erstaunlich viele kirchliche Werke haben trotz der Reformation in den kleinen Dörfern des Kantons die Zeiten überdauert. Memmingen war, als in Ulm das Münster gebaut wurde, eines der Zentren der Schnitzkunst. Sein Ruf war bis ins Bündnerland gedrungen. Acht Flügelaltäre können mehr oder weniger zweifelsfrei dem Meister Ivo Strigel zugeschrieben werden. Der grösste, für die Kirche in Calanca bestimmt, konnte dort gar nie aufgestellt werden und befindet sich darum heute im Historischen Museum Basel.
Preis: 18.- Fr. (Umfang: 40 Seiten)
 
Gotische Altäre und Fresken im Kanton Graubünden
Neben Ivo Strigel waren in der Spätgotik folgende Meisterwerkstätten Lieferanten für die Gotteshäuser des Kantons: Niklaus Weckmann aus Ulm, Hans Huber, Maler aus Feldkirch, Jörg Kändel aus Biberach und Augustin Henkel aus Schaffhausen. Ebenso interessant wie die Schnitzarbeiten sind die bemalten Rückseiten der Flügel sowie die Altarrückseite mit dem Thema des Jüngsten Gerichts.
Preis: 18.- Fr. (Umfang: 40 Seiten)
 

Schon im Mittelalter, als diese Laute auf die Fassade des Ardüserhauses gemalt wurde, entführte sie Menschen in andere Welten. Die verklingende Musik liess sie verwandelt in die Realität zurückkehren. Walter Müller nimmt uns mit in die Vergangenheit und inspiriert für die Gegenwart.